GARBSEN GEGEN SUEDLINK
Bürgerinitiativen Garbsen

22.4.2019

gegen SuedLink: 400 Teilnehmer bei Sternfahrt in Garbsen - Tausende demonstrieren in Thüringen

Kundgebung am Dorfplatz in Garbsen/Horst
Foto: En

Vierhundert Teilnehmer aus den Ortsteilen Alt-Garbsen, Garbsen-Mitte, Meyenfeld, Frielingen und Schloß Ricklingen kamen am Ostermontag bei der Sternfahrt zur Kundgebung auf dem Dorfplatz in Horst zusammen. Nach dem letzten Vorschlag der Übertragungsnetzbetreiber soll die Trasse westlich von Hannover durch das Garbsener Stadtgebiet verlaufen - u.a. ist der Ortsteil Horst davon betroffen.

Angela Thimian-Milz von den Bürgerinitiativen Garbsen gegen SuedLink wies auf die Wirkung der anhaltenden Proteste gegen die SuedLink-Trasse hin. So wird von den Trassenplanern mittlerweile davon Abstand genommen, die Trasse als Überlandleitung zu verlegen.

Die Erdverkabelung birgt aber weitere Probleme - etwa die Austrocknung des Ackerbodens aufgrund von Kapillarbruch und Betonfundamenten. Langzeitforschungen zu negativen Auswirkungen der Höchstspannungstrasse (sowohl bei oberirdischer als auch unterirdischer Bauweise) wurden erst kürzlich gestartet. Mit Ergebnissen der Langzeitstudien ist vor dem Bau der Trasse nicht zu rechnen - ein unhaltbares Vorgehen!

Die Annahme, dass SuedLink nur Windstrom nach Süden leiten soll, ist irrig. SuedLink dient auch Interessen zur weiteren Durchleitung von Kohlestrom und soll den europäischen Stromhandel unterstützen. Vor allem ist davon auszugehen, dass die Trasse gar nicht zur Energiewende beiträgt (siehe auch hier).

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Der Landtagsabgeordnete Rüdiger Kauroff empfahl, die TenneT-Infoveranstaltung in Garbsen am 29.5., 16:00 Uhr in der Aula des Schulzentrums I, in großer Zahl zu besuchen. Dort können Fragen an die Planer des Trassenkorridors gestellt werden.

Die Sternfahrt ist Teil des bundesweiten Aktionstages gegen die SuedLink-Trasse. Die größte zentrale Protestaktion fand im thüringischen Lauchröden statt - dort demonstrierten mehrere tausend Trassengegner aus verschiedenen Bundesländern. Aus Thüringen kommt ein klares Statement zum SuedLink-Projekt: "Mit der Energiewende hat das gar nichts zu tun".

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